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Häufige Fragen

 Häufige Fragen

Hier erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen, indem Sie nachfolgend auf den jeweiligen Themenbereich mit den dazugehörigen Fragen klicken.

  • Fragen rund um das Thema Arbeitsvermittlung

    • Muss ich jede Arbeit annehmen?
      • Als Empfängerin/Empfänger von Arbeitslosengeld II sind Sie verpflichtet, jede Arbeit anzunehmen, zu der Sie geistig, seelisch und körperlich in der Lage sind. Wird ein Lohn angeboten, der niedriger ist als der geltende Tarif oder das am Ort übliche Entgelt, ist die Arbeit nur dann nicht zumutbar, wenn die Entlohnung – weil sie zu niedrig ist – gegen ein Gesetz oder die guten Sitten verstößt.
        Sie müssen eine Arbeitsstelle nicht annehmen, wenn:

        - gesundheitliche Gründe dagegen sprechen,

        - dies die Pflege eines Angehörigen beeinträchtigen würde,

        - Sie ein Kind unter drei Jahren erziehen und alleinerziehend sind (bei 2 Elternfamilien muss ein Elternteil bereit sein Arbeit aufzunehmen),

        - oder, wenn Sie die Arbeit aus einem sonstigen wichtigen Grund nicht ausüben können.

    • Was ist eine Eingliederungsvereinbarung?
      • Das Ziel, dauerhaft eine Arbeitsstelle zu finden, kann nur gelingen, wenn Sie und Ihre Arbeitsvermittlerin bzw. Ihr Arbeitsvermittler konstruktiv zusammen arbeiten. Wichtig ist dabei, die nächsten Schritte auf dem Weg zurück ins Erwerbsleben gemeinsam festzulegen. Dies geschieht in der Eingliederungsvereinbarung. Wie der Name schon sagt, ist es eine Vereinbarung, die für beide Seiten – Sie und das Jobcenter – Rechte und Pflichten enthält und die von Ihnen und Ihrer Arbeitsvermittlerin bzw. Ihrem Arbeitsvermittler unterschrieben wird. Da in der Eingliederungsvereinbarung alles Wichtige für die nächsten Monate festgelegt wird, können Sie sich vorab Gedanken machen, welche Ziele Sie haben bzw. welche Art von Unterstützung Sie brauchen. Eine Anpassung der Eingliederungsvereinbarung an gewünschte oder notwendige Änderungen ist jederzeit möglich.

    • Kann ich als Arbeitslosengeld-II-Bezieher/-in Bewerbungskosten vom Jobcenter erstattet bekommen?
      • Bewerbungskosten können übernommen werden, wenn Sie sich auf eine sozialversicherungspflichtige Stelle bewerben. Voraussetzung ist, dass sie diese im Vorhinein, also bevor die Kosten entstanden sind, bei Ihrer Arbeitsvermittlerin/ Ihrem Arbeitsvermittler beantragt haben. Von ihr bzw. ihm erhalten Sie Antragsvordrucke zur Kostenerstattung. Die entstandenen Kosten müssen Sie per Rechnung oder Beleg nachweisen. Das konkrete Verfahren klären Sie am besten mit Ihrer Arbeitsvermittlerin/ Ihrem Arbeitsvermittler im Jobcenter.

    • Ich möchte gerne eine Ausbildung in Teilzeit absolvieren. An wen muss ich mich wenden?
      • Grundsätzlich kann jede duale Ausbildung in Teilzeit absolviert werden. Auskünfte zu diesem Thema gibt die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Bremen. Natürlich können Sie dazu auch ihre Ausbilungsvermittlerin bzw. Ihren Ausbildungsvermittler ansprechen.
        Weitere Informationen erhalten Sie hier.

    • Kann ich zusätzlich einen privaten Arbeitsvermittler beauftragen? Wer übernimmt dafür die Kosten?
      • Bevor Sie einen privaten Arbeitsvermittler beauftragen, sollten Sie beim Jobcenter einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein beantragen.

    • Ich bin krank und kann meinen Termin beim Jobcenter nicht wahrnehmen. Was muss ich tun?
      • Grundsätzlich sind Sie als Arbeitslosengeld-II-Empfänger verpflichtet, die Termine im Jobcenter wahrzunehmen.
        Wenn Sie krank sind und deshalb den Termin absagen müssen, teilen Sie uns bitte noch am selben Tag Ihre Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer mit. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Einladung, die Sie vom Jobcenter erhalten. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung müssen Sie in jedem Fall vorlegen. Dies gilt übrigens auch, wenn Sie erkranken und gerade keine Einladung vorliegt. Sobald Sie arbeitsunfähig erkrankt sind, müssen Sie dies unverzüglich mitteilen.

    • Ich beziehe Arbeitslosengeld II. Darf ich in den Urlaub fahren?
      • Grundsätzlich haben Sie keinen Anspruch auf Urlaub. Sie können sich aber mit vorheriger Zustimmung Ihrer Ansprechpartnerin/Ihres Ansprechpartners für insgesamt 3 Wochen im Kalenderjahr außerhalb Ihres Wohnortes aufhalten, also auch ins Ausland verreisen (so genannte Ortsabwesenheit).

    • Ich soll zum ärztlichen Dienst. Wie wird mit meinen Daten umgegangen?
      • Sie reichen die Unterlagen (z.B. Gesundheitsfragebogen, Schweigepflichtentbindung sowie gegebenenfalls medizinische Unterlagen) im Jobcenter in einem verschlossenen Umschlag ein. Achten Sie dabei bitte darauf, dass die Unterlagen für den ärztlichen Dienst vollständig und leserlich ausgefüllt sind. Den Umschlag beschriften Sie bitte mit Ihrem Namen, Ihrer Adresse, Ihrer Kundennummer, dem Namen Ihrer Ansprechpartnerin/ Ihres Ansprechpartners und mit dem Hinweis, dass vertrauliche ärztliche Unterlagen enthalten sind. Damit ist gewährleistet, dass die Unterlagen nur vom ärztlichen Dienst eingesehen werden. Alternativ können Sie die Unterlagen auch direkt an der Kundentheke des Ärztlichen Dienstes (Doventorsteinweg 48-52 / 28195 Bremen) abgeben.

  • Fragen zur Antragstellung und zu finanziellen Leistungen

    • Ich erhalte Arbeitslosengeld I, doch der Bezug läuft aus. Was muss ich tun?
      • Sie erhalten rechtzeitig vor dem Auslaufen Ihres Arbeitslosengeldes I ein Schreiben der Arbeitsagentur mit dem Hinweis, dass Sie Arbeitslosengeld II beantragen können. Wenn Sie in Bremen wohnen, wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Jobcenter. Die Zuständigkeit richtet sich nach der Postleitzahl Ihrer Wohnung. Geben Sie Ihre Postleitzahl einfach unter folgender Maske ein.

        Die Antragsunterlagen können Sie auch unter hier abrufen.

        Informationen zu den Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld II finden Sie hier

    • Was muss ich zur Antragstellung beim Jobcenter mitbringen?
      • Sie sollten folgende Unterlagen mitbringen:

        - Ausweise (Personalausweis oder Pass) von allen Personen, die mit Ihnen im Haushalt wohnen,

        - Nachweise über vorhandenes Einkommen und Vermögen sowie die

        - Nachweise zu Ihren Unterkunftskosten

    • Warum muss ich meine Kinder bei der Antragstellung angeben?
      • Anspruch auf Grundsicherungsleistungen haben erwerbsfähige Personen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können. Diese Leistungen erhalten alle Personen, die mit dem oder der Antragsteller/-in in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Zur Bedarfsgemeinschaft gehören sowohl der Partner, als auch die Kinder (unter 25 Jahren), wenn sie mit dem oder der Leistungsberechtigten in einem Haushalt leben (das heißt in der Regel die Familie).

    • Hat ein Antrag Konsequenzen für den Aufenthalt?
    • Was ist ein Bescheid und wie ist er aufgebaut?
      • In einem Bescheid teilen wir Ihnen mit, wie hoch die finanzielle Leistung ist, die Sie und gegebenenfalls Ihre Familie erhalten, und wie lange sie gewährt wird.

        Auf den ersten Seiten des Bescheides erhalten Sie einen Überblick über die bewilligten Leistungen, den Zeitraum und bei welcher Krankenkasse Sie versichert sind. Aus dem Berechnungsbogen (Anlage) können Sie entnehmen, wie sich die Beträge im Einzelnen zusammensetzen und inwiefern Einkommen und Vermögen berücksichtigt wurden.

        Hier finden Sie Musterbescheide und Musterberechnungsbögen mit kurzen und verständlichen Erklärungen in verschiedenen Sprachen.

        Sollten Fragen zu Ihrem Bescheid offen bleiben, können Sie sich gerne an Ihre Sachbearbeiterin/ Ihren Sachbearbeiter im Leistungsteam wenden.

        Der Bescheid geht Ihnen per Post zu.

    • Wie lange dauert es, bis ich das erste Geld bekomme bzw. mit meiner Beraterin sprechen kann?
      • Wenn Sie alle Unterlagen vollständig abgegeben haben, wird Ihr Antrag in der Regel innerhalb von fünfzehn Arbeitstagen bearbeitet. Bis Sie Ihr Geld auf dem Konto haben, dauert es dann nur noch wenige Tage. Die Leistungen werden monatlich im Voraus erbracht, das heißt Sie erhalten Ihr Geld jeweils am 1. eines Monats.

        Wenn bei Ihnen ein Anspruch auf Geldleistungen besteht und Sie mittellos sind, können Sie einen Vorschuss auf die Leistungen erhalten.

        Unser Ziel ist es, dass Sie noch am Tag Ihrer Antragstellung Ihre berufliche Situation mit Ihrer Arbeitsvermittlerin bzw. Ihrem Arbeitsvermittler besprechen können.

    • Wo liegen die Höchstbeträge für die Miete einer Wohnung?
      • Bitte entnehmen Sie die aktuellen Richtwerte unserem Flyer „Wohnen“.
        Achtung: In den genannten Richtwerten für Unterkunftskosten sind die Nebenkosten einschließlich Wasser und Abwasser enthalten.
        Nicht enthalten sind die Heizkosten!
        Für einzelne Stadtteile sind Zuschläge zu gewähren. 10% für die Stadtteile Mitte, Findorff, Horn-Lehe, 20% für die Stadtteile Östliche Vorstadt, Schwachhausen, Oberneuland und Borgfeld.

    • Wie lange kann ich in einer Wohnung bleiben, wenn sie zu teuer ist?
      • Es gilt der Grundsatz, dass die zu hohe Miete nur so lange übernommen wird, wie es Ihnen nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, diese zu senken – z.B. durch einen Wohnungswechsel. Das Jobcenter zahlt daher grundsätzlich eine zu hohe Miete maximal für sechs Monate weiter. Besprechen Sie Ihre Situation bitte mit Ihrer Sachbearbeiterin bzw. Ihrem Sachbearbeiter.

    • Was heißt Mehrbedarf und wer kann ihn erhalten?
      • Bestimmten Personengruppen wird ein Mehrbedarf zugestanden, der nicht durch die so genannte Regelleistung abgedeckt ist. Diese Leistungen können in Form von Pauschalbeträgen unter bestimmten Voraussetzungen übernommen werden – beispielsweise für:

        - werdende Mütter ab der 13. Schwangerschaftswoche,

        - Alleinerziehende, abhängig vom Alter und der Anzahl der Kinder,

        - behinderte Menschen, die bereits bestimmte Förderungen erhalten,

        - Menschen, die eine spezielle Ernährung brauchen.

        Obergrenze
        Erfüllen Sie die Voraussetzungen für mehrere Mehrbedarfe, darf die Summe der Leistungen für die Mehrbedarfe den Regelbedarf zum Lebensunterhalt nicht überschreiten.

        Auszubildende und Studierende, die nach der Vorschrift des § 7 Absatz 5 Sozialgesetzbuch II von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts ausgeschlossen sind, können trotzdem Leistungen für Mehrbedarfe erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass sie im Sinne des Gesetzes hilfebedürftig sind. Das trifft zum Beispiel auf alleinerziehende Studierende zu.

    • Ich bin schwanger und habe nur ein geringes Einkommen. Wovon zahle ich meine Mehrausgaben während der Schwangerschaft und die Sachen für das Baby?
      • Werdende Mütter, die Arbeitslosengeld II beziehen, erhalten ab der 13. Schwangerschaftswoche einen so genannten Mehrbedarf von 17 Prozent der maßgeblichen Regelleistung. Außerdem können Sie einen Zuschuss für eine Baby-Grundausstattung bekommen. Zusätzlich gibt es eine Beihilfe für Schwangerschaftsbekleidung.

        Auch wenn Sie kein Arbeitslosengeld II beziehen, aber ein geringes Einkommen haben, können Sie diese Leistungen erhalten. Dafür müssen Sie einen Antrag beim Jobcenter stellen.

        Nähere Informationen, finden Sie in unserem Flyer „Hilfen für werdende Mütter“.

        Informationen zur Höhe der Regelleistungen finden Sie hier.

    • Kann ich Leistungen für den Schulbedarf (Stifte, Hefte etc.) für mein schulpflichtiges Kind beim Jobcenter erhalten?
      • Ja. Das Jobcenter zahlt sogenannte Leistungen zum Schulbedarf in Höhe von jährlich 100,00 Euro, aufgeteilt auf zwei Termine:

        - 70,00 € zum 01. August (Schuljahresbeginn)

        - 30,00 € zum 01. Februar (Beginn des 2. Schulhalbjahres).

        Ohne Antrag
        Schülerinnen und Schüler unter 15 Jahren: Schülerinnen und Schüler bis zum Alter von 14 Jahren erhalten die Leistung automatisch, d.h. ohne Antragstellung.

        Schulbescheinigung
        Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 24 Jahren: Bitte legen Sie eine Schulbescheinigung vor, diese erhalten Sie im Sekretariat Ihrer Schule.

    • Welche Leistungen umfasst das Bildungs- und Teilhabepaket, und wer kann Sie erhalten?
      • Alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, dem Sozialgesetzbuch XII oder dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten bzw. deren Eltern Wohngeld oder einen Kinderzuschlag beziehen, haben einen Rechtsanspruch auf folgende Bildungs- und Teilhabeleistungen:

        - Schulbedarf: Pauschale in Höhe von 100 Euro (70 Euro im August/ 30 Euro im Februar).

        - Lernförderung: Kosten für Nachhilfeunterricht, falls die Versetzung gefährdet ist (Bescheinigung der Schule erforderlich).

        - Mittagessen: Kosten für die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung in der Schule oder Kindertageseinrichtung.

        - Ausflüge: Kosten für ein- und mehrtägige Ausflüge in der Schule oder Kindertageseinrichtung.

        - Schülerbeförderung

        - Soziale und kulturelle Teilhabe: Monatlich 10 Euro zum Beispiel für die Mitgliedschaft im Sportverein, in der Musikschule sowie für andere Freizeitaktivitäten und die hierfür erforderlichen Aufwendungen. Diese Leistung kann nur erhalten, wer noch keine 18 Jahre alt ist.

        Mehr zum Bildungs- und Teilhabepaket erfahren Sie hier.

    • Wie viel meines Erwerbseinkommens darf ich behalten?
      • Grundsätzlich gilt: Je höher Ihr Verdienst aus einem Arbeitsverhältnis ist, desto höher ist der Freibetrag. Die ersten 100 Euro sind anrechnungsfrei. Der Verdienst zwischen 100 und 1.000 Euro bleibt um 20 % anrechnungsfrei, zwischen 1.000 und 1.200 Euro (1.500 bei Personen mit Kindern) bleiben weitere 10 % anrechnungsfrei.

        Beispiel
        Wenn Sie zum Beispiel einen Mini-Job mit einem Verdienst von 450 Euro annehmen, bleiben hiervon 170 Euro anrechnungsfrei. Das heißt, Sie hätten monatlich 170 Euro mehr zur Verfügung.

    • Was geschieht, wenn ich bei der Betriebskostenabrechnung Geld gut geschrieben bekomme?
      • Bitte legen Sie in jedem Fall Ihre Betriebskostenabrechnung dem Jobcenter vor. Falls Sie Heiz- oder Betriebskosten erstattet bekommen, wird dieser Betrag im Monat nach der Rückzahlung mit den Kosten der Unterkunft verrechnet.

    • Was geschieht, wenn ich Betriebskosten nachzahlen muss?
      • Bitte legen Sie Ihre Betriebskostenabrechnung dem Jobcenter vor. Falls Sie Heiz- oder Betriebskosten nachzahlen müssen, können die Kosten unter Umständen vom Jobcenter übernommen werden.

    • Muss ich eine Steuererstattung beim Jobcenter angeben?
      • Ja. Bitte legen Sie den Lohnsteuer-/Einkommenssteuerbescheid beim Jobcenter vor, sobald Sie ihn erhalten haben. Bestimmte Einnahmen, die Sie während des laufenden Leistungsbezuges erhalten, werden grundsätzlich auf Ihr Arbeitslosengeld II angerechnet. Die Details sind kompliziert. Sprechen Sie daher bitte am besten mit Ihrer Sachbearbeiterin bzw. Ihrem Sachbearbeiter.

    • Ich habe ein wenig Geld gespart. Kann ich trotzdem Arbeitslosengeld II beantragen oder muss ich zuvor alles aufbrauchen?
      • Jede Antragstellerin bzw. jeder Antragsteller hat das Recht auf ein gewisses „Schonvermögen“, das sie/er behalten kann. Ebenso hat jedes weitere Mitglied in der Bedarfsgemeinschaft einen solchen „Grundfreibetrag“. Hinzu kommt eine besondere Regelung für Freibeträge, die der Altersvorsorge dienen.

        Der reguläre Grundfreibetrag beträgt 150 Euro pro Lebensjahr zuzüglich eines so genannten „Anschaffungsfreibetrages“ in Höhe von 750 Euro. Erhöhte Freibeträge gelten bei Vermögen, die ausschließlich der Altersvorsorge dienen (z.B. Riester-Rente) oder bei denen eine Verwendung vor Eintritt des Ruhestandes vertraglich ausgeschlossen ist.

        Zum Vermögen zählen alle Güter einer Person, die in Geld messbar sind, also unter anderem:

        - Sparverträge,

        - Lebensversicherungen,

        - Aktien,

        - Grundstücke,

        - Bargeld,

        - ein Giro-Konto usw.

        Weitere Informationen zur Vermögensanrechnung finden Sie hier. Details klären Sie bitte mit Ihrer Sachbearbeiterin bzw. Ihrem Sachbearbeiter.

    • Ich beziehe Arbeitslosengeld II. Kann ich mich von der Pflicht, Rundfunkbeiträge zu zahlen, befreien lassen?
      • Ja. Das Antragsformular können Sie online unter www.rundfunkbeitrag.de ausfüllen und anschließend ausdrucken. Sie erhalten das Formular auch in Sparkassen-Filialen.

        Fügen Sie dem vollständig ausgefüllten Antrag den Nachweis über den Bezug von Arbeitslosengeld II bei (Anlage des Bewilligungsbescheides). Wichtig: Bitte unterschreiben Sie unbedingt den Antrag. Ohne Unterschrift ist er nicht gültig. Senden Sie den Antrag und den erforderlichen Nachweis in einem frankierten Briefumschlag an: ARD ZDF Deutschlandradio, Beitragsservice, 50656 Köln.

    • Ich beziehe Arbeitslosengeld II. In meiner Familie leben Kinder, wird das Kindergeld angerechnet?
      • Grundsätzlich wird jede Art von Einkommen bei der Berechnung von Arbeitslosengeld II berücksichtigt. Dazu gehört auch das Kindergeld. Nach dem Sozialgesetzbuch II wird das Kindergeld als Einkommen beim jeweiligen Kind angerechnet werden. Das kann man im Arbeitslosengeld-II-Bescheid erkennen.

    • Ich bin erwerbstätig, aber beziehe nur ein geringes Erwerbseinkommen, das für den Lebensunterhalt nicht reicht. Kann ich ergänzend Arbeitslosengeld II beim Jobcenter beziehen?
      • Für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II, brauchen Sie nicht arbeitslos zu sein. Wenn Sie mit Ihrem Einkommen den Bedarf Ihrer Familie nicht decken können, erhalten Sie ergänzend zu Ihrem Lohn oder Gehalt Arbeitslosengeld II. Welche Beträge Ihnen und Ihrer Familie zustehen, können Sie hier nachlesen.

    • Ich erhalte nur sehr wenig Arbeitslosengeld I. Kann ich ergänzend Arbeitslosengeld II vom Jobcenter bekommen?
      • Wer seinen Bedarf mit Hilfe des Arbeitslosengeldes I nicht decken kann, hat für sich und seine Bedarfsgemeinschaft Anspruch auf ergänzendes Arbeitslosengeld II. Welche Bedarfssätze Ihnen und Ihrer Familie zustehen, finden Sie Sie hier.

        Wenn Sie in Bremen wohnen, wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Jobcenter. Die Zuständigkeit richtet sich nach der Postleitzahl Ihrer Wohnung. Geben Sie Ihre Postleitzahl einfach unter folgender Maske ein: http://www.jobcenter-bremen.de/site/geschaeftsstellen/.
        Dort können Sie in der Eingangszone einen Antrag stellen.

        Die Antragsunterlagen und dazugehörige Erklärungen können Sie hier herunterladen.

    • Müssen meine Eltern bzw. Kinder für mich aufkommen?
      • Grundsätzlich müssen Ihre Eltern oder Kinder finanziell nicht für Sie aufkommen.

        Ausnahme
        Sie sind noch keine 25 Jahre alt und leben mit ihren Eltern in einer Wohnung. Dann bilden Sie zusammen eine Bedarfsgemeinschaft.

    • Muss ich die Leistungen zurückzahlen?
      • Grundsätzlich werden Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende als „Beihilfe“ gewährt und müssen nicht zurückgezahlt werden. Leistungen sind zurückzuzahlen, wenn Ansprüche rückwirkend ganz oder teilweise entfallen oder Leistungen als Darlehen gewährt werden.

    • Übernimmt das Jobcenter die Kosten für die DVB-T2-Umstellung?
      • Nein. Das Jobcenter kann weder die Kosten für die Umstellung des Antennenfernsehens auf DVB-T2 übernehmen, noch Darlehen für die Kosten leisten. Die Kosten fallen nicht unter §24 Abs. 1 SGB II (Abweichende Leistungserbringung und weitere Leistungen). Es fehlt an der Unabweisbarkeit, die die Voraussetzung dafür ist. Es ist zumutbar, die Kosten in Höhe von ca. 70 € selbstständig anzusparen.