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Gedenktag 27. Januar

Thorsten Spinn putzt StolpersteinArtus/Pressestelle Geschäftsführer Thorsten Spinn putzt Stolpersteine Stolpersteine mahnen: Die Vergangenheit ist gegenwärtig

Am Internationalen Gedenktag für die Opfer der NS-Zeit hat auch das Jobcenter Bremen Zeichen gesetzt: Geschäftsführer Thorsten Spinn putzte in der Nähe des Standorts Utbremer Straße in Walle, vor der Grundschule St. Marien, Stolpersteine.

In der Hauffstraße 2 stand früher ein so genanntes Judenhaus, auch Ghettohaus genannt, und war vor der Enteignung („Arisierung“) Eigentum jüdischer Menschen. 31 Judenhäuser gab es in Bremen, sie wurden als Sammelorte von den Nazis gezielt vor der Deportation in die KZs genutzt, daher liegen dort 19 Stolpersteine. Zuvor war der Kündigungsschutz für jüdische Mieter:innen aufgehoben worden. Das Haus gibt es heute nicht mehr, auch die Straße wurde umbenannt, sie hieß damals Wilhelmshavener Straße.

Drei der Stolpersteine sind Melanie König, ihrem Bruder Bernhard und ihrer Mutter Frieda gewidmet. Bis 1940 lebte die Familie in Delmenhorst, Bernhard kurzzeitig auch in Hamburg. Vater Josef, der mit Kurzwaren, Schürzen und Bettwäsche handelte, war bereits 1939 ins KZ Buchenwald verschleppt und dort ermordet worden.

Am 18. November 1941 erhielten die Königs zusammen mit allen anderen Menschen, die in dem Haus unter engsten Verhältnissen wohnten, den Deportationsbefehl nach Minsk. Dort kamen sie entweder aufgrund der miserablen Lagerbedingungen oder während der Massenmordaktionen 1942 um. Melanie wurde acht Jahre alt, Bernhard vier.

Stolpersteine für die Familie König liegen auch vor ihrem letzten frei gewählten Wohnort in Delmenhorst.

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